8
Sep
3

Raucherbein – nicht mit mir!

Das Rauchen hat zahlreiche negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Dass das Rauchen das Risiko erhöht Thrombose zu bekommen sollte hinlänglich bekannt sein, aber es geht definitiv noch schlimmer: das Raucherbein – in Fachkreisen auch als “Periphere Arterielle Verschlusskrankheit” (pAVK) bekannt – gehört aber definitiv zu der schlimmeren Sorte! Im Extremfall muss das Bein nämlich amputiert werden. Mal schauen was die Wikipedia dazu weiß:

Durch das Fehlen von Sauerstoff und Nährstoffen im Versorgungsgebiet der betroffenen Arterien entstehen Symptome wie Schmerz, Schwäche, kalte und blasse Haut. Dazu muss eine Arterie allerdings zu 90 % verschlossen sein; bis dahin wird die Ernährung der Füße und Beine über parallele Gefäße gesichert.

Die pAVK tritt in 90 % aller Fälle in den Beinen auf, die anderen zehn Prozent betreffen die Arme. Männer erkranken meist vor dem 55. Lebensjahr und drei mal öfter als Frauen, welche eher vor dem 65. Lebensjahr erkranken. Bei Raucherinnen ist ein ähnlich früher Krankheitsbeginn zu beobachten. Durch die wachsende Zahl der Raucherinnen nähert sich die Erkrankungshäufigkeit der der Männer.

Die Gefäßverkalkung als Ursache für pAVK ist ein langsam fortschreitender und vielschichtiger Krankheitsprozess, der alle Arterien des Körpers betreffen kann. Verursacht und verschlimmert wird die pAVK vor allem durch ein Zusammenspiel von Risikofaktoren. Bei einer pAVK stören die Engstellen im Blutgefäß den Blutkreislauf empfindlich. Die betroffenen Körperteile, Beine und Füße, werden nicht mehr ausreichend versorgt. Im Anfangsstadium reicht die Durchblutung noch aus, so dass noch keine Beschwerden beim Laufen auftreten.

Nehmen die Gefäßverengungen weiter zu, kommt es zu Schmerzen in der Wade beim Gehen. Der Volksmund nennt diese Erkrankung „Schaufensterkrankheit“, weil die Betroffenen nach kurzen Gehstrecken immer wieder durch ihre Schmerzen zum Stehenbleiben gezwungen werden (und dann als Zeitüberbrückung beispielsweise die Schaufensterauslagen anschauen). Schon in diesem Stadium (Stadium II) haben die Patienten eine deutlich reduzierte Lebenserwartung.

Ok hört sich übel an, oder? Also ich habe jetzt auf jeden Fall wieder einen Grund mehr, nie wieder mit dem Rauchen anzufangen!

Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Dann abonniere doch den RSS feed und verpasse keinen Beitrag mehr.
3 Kommentare:
  1. Karsten 16 Sep, 2013

    Hallo,

    ich finde, es kann nicht genug Möglichkeiten geben, wenn es um die Aufklärung von Suchtkrankheiten geht.
    Viel Erfolg hier.
    Jede Zigarette weniger ist ein guter Weg.

  2. Leipzig 5 Mai, 2015

    Das schlimmste was es gibt.

  3. Markus 27 Aug, 2015

    Das stimmt viele Menschen sind nicht ausreichend über die möglichen Gefahren informiert. Aber andererseits ist es immer eine Frage der Abwägung: Wenn ich meinen Freunden rate das Rauchen einzudämmen, da das Krebsrisiko im Alter dadurch massiv zunimmt, bekomme ich nur dumme Blicke. Ja wir leben eben im jetzt und interessieren uns nicht sehr für die Zukunft. Als ich aber (sind einige sehr motivierte Sportler) sagte, dass das Rauchen den Muskelaufbau massiv eindämmen kann, konnten wir sachlich darüber dikutieren… Bin auf jeden Fall für weitere Aufklärung, besonders im Netz.

Dein Kommentar




Celadon theme by the Themes Boutique