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Raucherentwöhnung – was bietet die Krankenversicherung?

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen Mitglieder, die mit dem Rauchen
aufhören möchten, dabei fördern. Die Kassen müssen nach §20 SGB V
Maßnahmen unterstützen, die den von der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) definierten Qualitätsstandards entsprechen.
In diese Kategorie fallen Programme zur Rauchentwöhnung, die von
professionellen Kräften geführt werden. Ein großer Teil der
Teilnahmekosten kann von der GKV übernommen werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) möchte, dass die Krankenkassen in
Zukunft noch mehr Maßnahmen zur Raucherentwöhnung finanzieren.
Prinzipiell geht es hierbei um die Verbindung von ärztlicher Hilfe und
Medikamenten. Die Bundesregierung will diesen Vorschlag des GBA unter
die Lupe nehmen.

Der GBA möchte, dass Helfer wie spezielle Pflaster und Kaugummis
künftig auf Rezept erhältlich sind und von der GKV gefördert werden.
Auch Experten sprechen sich dafür aus. Die Kosten für die Kassen seien
langfristig geringer als durch die Behandlung von Krankheiten, die
durch Rauchen entstünden.

Bedingungen für eine Kostenübernahme

Aus den Plänen des Gemeinsamen Bundesausschuss geht hervor, dass
Entwöhnungsmaßnahmen finanziert werden, wenn der Versicherte gewisse
Bedingungen erfüllt. Ein Arzt müsse bestätigt haben, dass beim
Patienten erhebliche nikotinbedingte Leiden vorliegen. Dies sei
beispielsweise der Fall bei Rauchern, die seit wenigstens einem Jahr
unter Husten, krankhafter Schleimbildung oder Atemnot leiden. Auch
müsse sich der Raucher bei seinem Hausarzt in ein
Raucherentwöhnungsprogramm einschreiben lassen. Unter diesen
Voraussetzungen würde die Krankenkasse die Leistungen zur
Raucherentwöhnung bezahlen.

Wie sieht es aus bei der privaten Krankenversicherung?

Auch wer eine private Krankenversicherung (PKV) abgeschlossen hat,
kann womöglich von dieser Unterstützung bei der Raucherentwöhnung
erhalten. Private Krankenversicherer bieten Programme zur
Raucherentwöhnung an oder tragen die Kosten für solche Kurse. Wie
üblich bei der PKV, unterscheiden sich die Leistungen zwischen den
vielen Tarifen.

Wer der privaten Krankenversicherung beitreten möchte und Nichtraucher
ist, hat es leichter. Aufgrund der niedrigeren Krankheitsgefahr müssen
Nichtraucher geringere Beiträge zahlen. Auch gibt es bei der PKV oft
Prämien, wenn man aufs Rauchen verzichtet.
Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Thema.

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